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Kongressprogramm

Freitag 3. September 2021

ab 10.00 Uhr

Einloggen auf der Konferenzplattform

Die Zugangsdaten werden rechtzeitig übermittelt

11.00 Uhr

ERÖFFNUNG

Durch den Kongress führt

Burkhard Plemper  _  Journalist, Hamburg

Eröffnung des Kongresses

Bischöfin Kirsten Fehrs _ Sprengel Hamburg und Lübeck der Ev.-luth. Kirche in Norddeutschland

Gemeinsam Lebensräume gestalten

Dr. Gerd Landsberg _ Deutscher Städte- und Gemeindebund

WIR&HIER im Blick

Filmische Szenen

Theologische Impulse im Dialog

Prof. Dr. Heinrich Bedford-Strohm _ Ratsvorsitzender der EKD

Ulrich Lilie _ Präsident der Diakonie Deutschland

11.30 Uhr

Ressourcen im Sozialraum

Sozialraumorientierung aus verschiedener Sicht

  • Kommune

    Gerda Weigel-Greilich _ Stadträtin in Gießen, zuständig für Bauen, Planen, Umwelt, Verkehr und Jugend

  • Zivilgesellschaftliche Akteure

    PD Dr. Ansgar Klein _ Bundesnetzwerks Bürgerschaftliches Engagement, Berlin

  • Wissenschaft

    Prof. Dr. Claudia Neu _ Georg-August-Universität Göttingen

  • Kirche und Diakonie

    Maria Loheide _ Vorstand Sozialpolitik der Diakonie Deutschland, Berlin

Inklusive Kirche/ Inklusiver Sozialraum

Prof. Dr. Ulf Liedke _ Theologische Ethik und Diakoniewissenschaft, Evangelischen Hochschule Dresden

Kooperationen verschiedender Akteure in sozialräumlichen Netzwerken

Prof. Dr. Thorsten Moos _ Diakoniewissenschaft und Systematische Theologie/Ethik, Kirchliche Hochschule Wuppertal/Bethel

12.30 Uhr

Pause

12.45 Uhr

Diskussionsforen

mit Prof. Dr. Heinrich Bedford-Strohm, Ulrich Lilie,
Gerda Weigel-Greilich, PD Dr. Ansgar Klein, Prof. Dr. Claudia Neu,
Maria Loheide, Prof. Dr. Ulf Liedke, Prof. Dr. Thorsten Moos

gelbes Haus mit Fenster
familie

13.30 Uhr

Pausenprogramm

14.30 Uhr und 

15.45 Uhr

SOZIALRAUMORIENTIERTE ARBEIT KONKRET

Einstündige Workshops

 14.30 | 15.45 Uhr

SOZIALRAUMORIENTIERTE ARBEIT KONKRET

Einstündige Workshops

  • 1

    JUNG & ALT

    Generationen leben zusammen

    Sorgende Gemeinde werden
    Gemeinsam gut alt werden und das Zusammenleben im Dorf, im Quartier, im Stadtteil gestalten. Kirchengemeinden und diakonische Einrichtungen, machen sich auf den Weg, mit anderen Akteuren Projekte zu entwickeln, Räume zu öffnen, das Miteinander der Generationen zu fördern und füreinander zu sorgen.

    Die Evangelische Landeskirche in Baden und das Diakonische Werk Baden unterstützen mit diesem Projekt Kirchengemeinden fachlich, vernetzend, prozessbegleitend und finanziell. Damit werden sie zu ernsthaften Ansprechpartner:innen in der Kommune. Selbst in Krisenzeiten sind weitere Projekte entstanden: Die Albbruck App, quartiersbezogene Treffpunkte wie Cafés, ein Garten für Menschen mit Demenz.
    sorgende-gemeinde-werden.de

    Annegret Trübenbach-Klie _ Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Altenarbeit der EKD, Seniorenbildung in der Ev. Landeskirche in Baden, Karlsruhe/Freiburg
    Pia Haas-Unmüßig _ Diakonisches Werk Baden e. V. Landesgeschäftsstelle, Karlsruhe

    LEBENDIGE NACHBARSCHAFT – VOM BEZIEHUNGS-WOHLSTAND IM WOHNQUARTIER
    Aus der Evangelischen Kreuzkirchengemeinde Reutlingen heraus hat sich lebenswert als Nachbarschaftsprojekt entwickelt, das über die Kirchengemeinde hinaus in das gesamte Wohngebiet vom Georgenberg über den Ringelbach bis zum Lerchenbuckel fördernd für ein besonderes Miteinander wirkt. Dabei ist lebenswert zu einer vielfältigen Plattform geworden, die für die Realisierung von gemeinschaftlichen Ideen und Aktionen steht. Alle Interessierten können sich hier in mittlerweile rund 50 Projekten und Kooperationen einbringen oder eigene Träume auf den Weg bringen. Ein ehrenamtliches Organisationsteam und eine hauptamtliche Koordinatorin (50%) unterstützen hierbei. Die Vertreter/innen der einzelnen Projektgruppen kommen im Mitaktiventreff zusammen -dem Herzstück von lebenswert.
    lebenswert-ringelbach.de

    Mimi Böckmann _ Koordinatorin lebenswert, Reutlingen

  • 2

    Stadt & Land

    Sozialräume – jeweils anders

    Von der Anstalt ins Quartier – das sozialraumorientierte Engagement der Evangelischen Stiftung Alsterdorf
    Wie können alle Menschen mit und ohne Beeinträchtigung nach ihren Vorstellungen im Quartier leben und die die passende Unterstützung dafür finden? Welche Funktionen und Strukturen können helfen, um nachbarschaftliche und professionelle Ressourcen besser zu nutzen? Gemeinsam mit den Menschen vor Ort sammelt die Stiftung Alsterdorf praktische Erfahrungen bei der Entwicklung neuer Unterstützungsformen im Quartier. Einbezogen werden dabei die Potenziale einzelner Menschen, der Nachbarschaft, technische Lösungen, Quartierressourcen und professionelle Dienstleistungen. Der Workshop stellt verschiedene Methoden und Wege der Initiativen Q8 und Qplus vor und gibt einen Überblick zur Wirkung des bisherigen Engagements.

    Karen Haubenreisser & Armin Oertel _ Ev. Stiftung Alsterdorf, Leitung Q8 Sozialraumorientierung, Hamburg

    LOSSEHAUS KAUFUNGEN – DIE GASTSTÄTTE IM DORF LASSEN – WIE KAUF UND UMBAU EINER KNEIPE NEUE WEGE IN DEN ORT ERMÖGLICHT
    Ein leerstehender, von der Dorfgemeinschaft schmerzlich vermisster Begegnungsort, engagierte Freiwillige und eine Kirchengemeinde auf der Suche nach größeren Räumlichkeiten: Dank dieser Kombination gibt es im Ortskern des nordhessischen Niederkaufungen seit 2017 einen neuen Treffpunkt. Nach Abschluss der Arbeiten wird das Lossehaus – so heißt das alte Gasthaus heute – von Vereinen für Sitzungen, von Privatleuten für Familienfeiern von Autoren, für Lesungen und von der Kirchengemeinde für die Gemeindemittagessen und, Kaffeetrinken für den Ort genutzt. Welche Netzwerke dafür nötig waren, wie man so etwas finanziert und wie dieses Projekt die Gemeindearbeit und das Miteinander von Ort und Kirche verändert hat, erfahren Sie in diesem Workshop.

    Gottfried Bormuth _ Evangelische Kirchengemeinde Niederkaufung

  • 3

    GLÄUBIG & SÄKULAR

    Glaube explizit oder implizit?

    Geht das zusammen: Mission und Kooperation? RaumZeit – Gemeinsam Raum und Zeit gestalten
    Eine Stadt – zwei Stadtteile – einer schon gut zwanzig Jahre alt, der andere gerade im Aufbau. Hier leben wir und mit uns viele andere. Hier bietet RaumZeit Raum und Zeit für Gemeinschaft. RaumZeit ist ein Projekt des evangelischen Gesamtverbandes der Stader Kirchengemeinden und will dazu beitragen, dass die Menschen sich in den Stadtteilen kennenlernen und vernetzen, ihre Gaben und Fähigkeiten einbringen, um die Gemeinschaft ihrer Stadtteile zu gestalten. Gemeinsam mit den Menschen vor Ort will RaumZeit hören und suchen, was diese Gemeinschaft ausmacht, denn wir kennen den Weg nicht. Auf diesem Weg sind wir Kirche – nicht unbedingt, wie man sie kennt. Dabei lässt sich vieles ausprobieren, manches wird sicher gelingen, anderes vielleicht auch scheitern. Diese Kirche wird von den Menschen vor Ort gestaltet.
    raumzeit.wir-e.de

    Sabine Ulrich _ „fresh expressions of church“ in Stade-Riensförde und Stade-Ottenbeck
    Dieter Hollinde _ Projekt Raumzeit, Stade

    Stadtteilmütter in Berlin-Neukölln
    Stadtteilmütter sind ausgebildete Migrantinnen, die Familien zu Hause besuchen und Information zu vielen Themen rund um die Erziehung, Bildung und Gesundheit der Kleinkinder in der Muttersprache weitergeben. Bei den zehn kostenlosen Besuchen in jeder Familie stellen die Stadtteilmütter den Inhalt ihrer Tasche vor, die eine Vielzahl von Informationen und Anregungen für die Förderung der Kinder enthält. Die Besuche richten sich an interessierte Mütter unabhängig von Konfession und Nationalität. Das Projekt kooperiert vor Ort sehr eng mit den Quartiersbüros, Kindertagesstätten, Schulen, Nachbarschaftstreffs und Beratungsdiensten. Wir verfolgen einen partizipatorischen Ansatz, der auf den Ressourcen und Stärken der Eltern aufbaut.
    diakoniewerk-simeon.de/beratung-integration/stadtteilmuetter-in-neukoelln//

    Maria Macher _ Projektleiterin Abier Nasereddin _ Koordinatorin, Berlin
    Abier Nasereddin _ Koordinatorin, Berlin

  • 4

    STADTTEIL & KIRCHE

    Orte der Kooperation schaffen

    Stadtteilzentrum „Bonni“ als öffentlicher Ort der Teilhabe
    Das Stadtteilzentrum, das seit 2015 existiert und aus einem Gemeindezentrum in evangelischer Trägerschaft entwickelt wurde, ist das Modell einer neuartigen Partnerschaft zwischen Religionsgemeinschaften, lokalen Wirtschaftsunternehmen, Banken, Stadtgesellschaft und Politik auf der Basis bürgerschaftlichen Engagements. Trägerin des Stadtteilzentrums ist eine Bürgerstiftung, in der alle Akteure des Stadtteils vertreten sind. Sie ist ein Partizipationsmodell in Zeiten, in denen eine evangelischere Gemeinde nicht mehr in der Lage ist, allein inhaltlich, organisatorisch, rechtlich und finanziell ihre Verantwortung im Stadtteil für die Lebensqualität der Menschen wahrzunehmen. Die evangelischere Gemeinde versteht es dabei als ihre Aufgabe, Beziehungspflege und Menschenbildung zu betreiben, Begegnungen immer wieder neu anzuregen, eine Atmosphäre gegenseitigen Vertrauens zu ermöglichen und einen respektvollen Umgang auf Augenhöhe zu fördern.
    bonni.org
    lebeninhassel.de

    Dr. Rolf Heinrich & Uli Kaminski _ Stadtteil- und Begegnungszentrum Gelsenkirchen-Hassel

    Haus für Kultur, Religion und Soziales im Westend
    Die Friedenskirche in Bochum-Stahlhausen wurde zum Stadtteilzentrum „Q1-Eins im Quartier. Haus für Kultur, Religion und Soziales“ ausgebaut. Im Q1 treffen Generationen und Gruppen in verschiedenen kulturellen, religiösen und sozialen Zusammenhängen aufeinander. Als Ermöglichungsort bietet das Q1 den Menschen aus dem Stadtteil Raum und Gelegenheitsstrukturen für Kontakte, Bildung und gesellschaftliche Teilhabe. Zum dauerhaften Angebot gehören Beratungsangebote zur Integration und in sozialen Notlagen, seelsorgliche Begleitung, ein Keywork-Atelier mit Residenzkünstlerin, Deutschkurse und kulturelle Veranstaltungen. Die Friedenskapelle als „Herzkammer“ des Q1 bietet einen verlässlichen Ort für gestaltete liturgische Feiern, für den Austausch über spirituelle Fragen und für die persönliche Besinnung. Die Träger des Q1 setzen mit ihren gemeinsamen Aktivitäten v.a. auf eine Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements durch den Aufbau aktiver Netzwerke.
    q1-bochum.de/

    Holger Nollmann _ Q1 – Eins im Quartier, Ev. Kirchgemeinde Bochum-Westend

  • 5

    DIAKONIE & MEHR

    Von Seelsorge bis Kunst: ganzheitlich unterstützen

    Diakonische Tischgemeinschaft leben – Vesperkirche
    Vesperkirche Stuttgart ist für sieben Wochen im Jahr ein Zuhause auf Zeit. 500 bis 600 Mittagessen werden täglich über die Theke gereicht. Vesperkirche Stuttgart kennzeichnen vier Dimensionen:
    Satt werden. Wir bieten Getränke, Mittagessen und ein Vesper für den Abend. Vesperkirche möchte Teilhabe ermöglichen. Unterschiedliche Einrichtungen, Gruppen und Einzelpersonen klinken sich ein: Ärztlicher Bereitschaftsdienst. Frisöre. Ein qualitätsvolles Kulturprogramm. Beratung. Während der sieben Wochen entsteht und wächst Gemeinschaft. Beim gemeinsamen Essen ereignet es sich: bemerkt oder unbemerkt sitzt Gott mit am Tisch. Die öffentliche oder politische Dimension. Vesperkirche trägt für sieben Wochen das Thema Armut in die Mitte der Gesellschaft und die Politik hört zu.

    Diakoniepfarrerin Gabriele Ehrmann _ Kirchenkreis Stuttgart

    Lebensfragen gemeinsam bewältigen
    Vis-a-vis, der christliche Dienst an Kranken und Gesunden, unterstützt Pflege-fachkräfte, die in ihren Gemeinden Begegnung und Unterstützung für kranke Menschen anbieten möchten. Die Konfrontation mit Krankheit, ob im Alter oder in jungen Jahren, bringt neue Lebensfragen. Durch Gespräche, Beratung und Begleitung, Seelsorge und Gebet bieten die Vis-a-vis Fachkräfte in diesen Lebensphasen Hilfe an. Die Wurzeln für Vis-a-vis liegen in der Arbeit der Gemeindeschwester aus dem 19. Jahrhundert. Dazu kommen Impulse aus der in England seit 2004 stattfindenden Parish Nursing Arbeit und dem weltweiten Parish Nursing Netzwerk. Vis-a-vis ist ein überkonfessionelles Projekt des Missionarisch Ökumenischen Dienstes in der Evangelischen Kirche der Pfalz und wird vom Freundeskreis missionarischer Dienste e.V. unterstützt.
    visavis-gemeindediakonie.de/

    Angela Glaser _ Vis-a-Vis Gemeindediakonie, Ev. Kirche der Pfalz, Landau/Pfalz
    Monika Kreckel _ Vis-a-Vis-Projekt Rikscha der evangelischen Kirchengemeinde Dudenhofen

  • 6

    ANALOG & DIGITAL

    Digitales fördert Zusammenleben

    DorfMOOC: Leben auf dem Land – digital geht’s leichter
    Der DorfMOOC ist ein jederzeit nutzbares Online-Bildungsangebot für Haupt- und Ehrenamtliche in Kirche, Diakonie und Kommune sowie interessierte Bürger*innen. Mit kurzen Filmen, Aufgaben und Hintergrundmaterial führt er Schritt für Schritt in sozialräumliches Wahrnehmen und Handeln ein und regt zugleich zur persönlichen Reflektion über das Älterwerden an. Im Workshop wird der Umgang mit dem DorfMOOC gezeigt. Es werden Anregungen gegeben, um vor Ort damit zu arbeiten.
    unser-dorf-mooc.de, Facebook-Gruppe: DorfMOOC, YouTube: DorfMOOC

    Annegret Zander _ DorfMOOC, Ev. Kirche von Kurhessen-Waldeck, Maintal – Hochstadt

    Bremke digital
    Das Pilotprojekt bremke.digital arbeitet mit den Vereinen, der Kirchengemein-de und den Initiativen in Bremke in Südniedersachsen daran, die Lebensqualität im ländlichen Raum durch die Nutzung digitaler Dienste zu steigern. Den Strukturen, die von den Bewohner*innen als infrastrukturelle Nachteile wahrgenommen werden – so im Bereich Mobilität oder Nachbarschaftshilfe – sollen am Ende eines Co-Creation-Prozesses digitale Lösungen entgegengesetzt werden. Unterstützend werden Menschen aus dem Ort dazu qualifiziert, in digitalen Fragen zu beraten und den Sozialraum nachhaltig zu unterstützen. Das Projekt wird gefördert im Programm land.digital vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft und durchgeführt von der Stiftung Digitale Chancen in Berlin und dem Haus kirchlicher Dienste in Hannover.
    projekt.bremke.digital/projekt/

    Ellen Radtke _ Projekt „Das vernetzte Dorf“, Ev.-luth. Landeskirche Hannover
    Nenja Wolbers _ Stiftung Digitale Chancen, Berlin

    DIGITALE PLATTFORM FÜR EINE LEBENDIGE NACHBARSCHAFT
    Mit dem Projekt „Dörfer mit Zukunft“ fördern die Diakonie und die Nachbarschaftsplattform nebenan.de digitale Nachbarschaften und zivilgesellschaftliches Engagement im ländlichen Raum. Kirchlich-diakonische Einrichtungen nutzen nebenan.de, um federführend Nachbarschaften für ihren Wirkungskreis aufzubauen. Nebenan.de ist mit 1,7 Millionen aktiven Nutzerinnen und Nutzern das größte soziale Netzwerk für Nachbarinnen und Nachbarn in Deutschland. Innerhalb dieser Nachbarschaften können sich alle Dorfbewohner*innen digital vernetzen, unterstützen und austauschen. Im Zeitraum eines Jahres werden die Einrichtungen von nebenan.de und der Diakonie aktiv unterstützt und beraten, wie sie die digitalen Strukturen optimal nutzen können. Ziel ist eine Aktivierung der nachbarschaftlichen Netzwerke – online wie offline – und dadurch gesellschaftlicher Mehrwert für die Regionen, auch über den Projektzeitraum hinaus.
    diakonie-kennenlernen.de/doerfer-mit-zukunft/
    nebenan.de/

    Ricarda Ihmenkamp _ nebenan.de Stiftung gGmbH, Berlin
    Hanna Pistorius_Referentin Diakonie Deutschland, Berlin

  • 7

    KIRCHE & DEMOKRATIE

    Starke Zivilgesellschaft als gelebte Demokratie

    Sozialkirche Kiel-Gaarden
    Die Stärken der drei Kooperationspartner stadt.mission.mensch gGmbH, Kieler Tafel e. V. und Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Gaarden sind die Säulen des Stadtteilprojekts „Sozialkirche Gaarden“. Der Tafel Laden, das Café Feuerherz, soziale und kulturelle Veranstaltungen, Seelsorge und Sozialberatung sind ständige Angebote. Begegnung, Austausch und die Förderung eines gemeinschaftlichen miteinander Umgehens sind das Anliegen. Über Kooperationen mit anderen Akteuren des Stadtteils und durch Beteiligung an den Stadtteilgremien wird auf die Vielfältigkeit des Stadtteils eingegangen. Unterstützt wird die Arbeit der hauptamtlichen Mitarbeitenden durch ehrenamtliche Mitarbeit und 18 Beschäftigungsplätze einer Arbeitsgelegenheit über das Jobcenter Kiel. Das Projekt wird gefördert durch die Stadt Kiel.
    stadtmission-mensch.de/unsere-angebote/stadtteilprojekte/sozialkirche-gaarden.html

    Karin Helmer & Sebastian Rehbach _ stadt.mission.mensch gGmbH, Kiel

    Zentrum für Dialog und Wandel der EKBO
    Das Zentrum für Dialog und Wandel begleitet den Strukturwandel in der Lausitz geistlich und seelsorglich, identifiziert Entwicklungspotentiale, unterstützt innovatives Handeln und stärkt zivilgesellschaftliches Engagement. Es ist bewusst als Einrichtung gegründet worden, die verschiedenen Meinungen wahrzunehmen. In der Vielfalt der Positionen wird nach einem Ausgleich und gemeinsamen Lösungen gesucht. Dazu werden Gespräche geführt, Netzwerke geknüpft und Ideen und Meinungen in den gesellschaftlichen Diskurs eingebracht. So wird eine Plattform zur Verständigung von Akteuren in den vielfältigen Bereichen geboten, die zu einem „guten Leben in der Lausitz“ einen eigenen Beitrag leisten können. In unterschiedlichen Dialogformen soll die Situation wahrgenommen und reflektiert werden. Ideen für die Gestaltung der Zukunft werden entwickelt und ausgetauscht.
    zdw.ekbo.de/startseite.html

    Matthias Scheufele _ Ev. Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Cottbus
    Menschen mit Plakaten

  • 8

    WOHNEN & ZUSAMMENLEBEN

    Baugestaltung und soziales Leben

    Campus Lorenzo, Leipzig
    Der Campus Lorenzo vereinigt Generationsübergreifendes und Wohnen, Arbeiten und Lernen unter einem Dach. Die Gemeinde Maria Magdalena ist in Leipzig für viele Menschen ein Lebensanker. Nun wird das Areal rund um die Kirche neu gestaltet. Bis 2023 entsteht ein modernes Quartier. Neben einem Berufsschulzentrum für Berufe im Sozial- und Gesundheitswesen mit angeschlossenem Schülerwohnheim wird dort auch eine Kita und eine Mutter-Kind-WG Platz finden. Es entstehen (Sozial-) Wohnungen für jedes Alter und Generation. Dazu werden zahlreiche andienende Gewerbeeinheiten das Leben gestalten. Campus Lorenzo ist ein Projekt, bei dem die Fachkräfte von morgen Theorie und Praxis aktiv erleben und wo Menschen verschiedenster Kulturen sowie Beruf und Ehrenamt zusammenfinden.
    campus-lorenzo.de/

    Annett Trenz & Jörg Wimmer _ basis|d GmbH, Dresden

    Burano in Espelkamp – Revitalisierung eines 50er Jahre Quartiers
    Espelkamp ist eine 1949 gegründete Flüchtlingsstadt und überwiegend durch zweigeschossige Schlichtbauten der 50er Jahre in Zeilenbauweise geprägt. Die Wohnqualitäten ergaben sich aus großzügigen Mietergärten. Durch Überalterung und Mieterwechsel waren diese Gärten zunehmend verfallen und vermüllt. Das negative Image dieses zentralen Quartiers hat sich auf die gesamte Stadt ausgestrahlt. Mit Unterstützung aus dem Städtebauförderprogramm „Soziale Stadt“ wurde 2012–2015 die Gartensituation neu angelegt und ein Fassaden-Farbkonzept umgesetzt, in dem die Farben der Fischerinsel Burano vor Venedig 1:1 auf die Gebäude übertragen wurde.
    aufbau-espelkamp.de/

    Hans-Jörg Schmidt _ Aufbaugemeinschaft Espelkamp GmbH, Espelkamp

  • 9

    SCHULE & FAMILIE

    Leben und Lernen

    Den Stadtteil gemeinsam gestalten – Synergieeffekte nutzen
    Die Evangelische Gesamtschule Gelsenkirchen-Bismarck hat sich seit ihrer Gründung mit einer Vielzahl von Institutionen eng vernetzt, um die Bildungschancen für die Schüler*innen, die zu einem großen Teil aus dem als problematisch eingestuften Stadtteil Bismarck kommen, zu verbessern. Die Gesamtschule hat viele Partner, dazu zählen neben den benachbarten Kirchengemeinden und städtischen Behörden auch Sportvereine, das Forum 2000 als Zusammenschluss aller Akteure im Stadtteil, der Kleingartenverein und sogar ein Imker. Das Bildungsangebot ist dadurch vielfältiger und bietet neue Perspektiven im „normalen“ Unterricht wie auch im Ganztag. Schüler*innen lernen dadurch Verantwortung zu übernehmen, sei es im Mensadienst, im diakonischen Praktikum, bei der Pflege des Schulgartens oder der Bienenstöcke. Schüler*innen leiten zudem selbständig AG und Projekte.
    e-g-g.de/index.php/de/
    forum2000-gelsenkirchen.de/

    Dr. Martin Weyer-von Schoultz _ Ev. Gesamtschule Gelsenkirchen-Bismarck
    Johannes Mehlmann _ Forum 2000 Gelsenkirchen-Bismarck

    Grundschule trifft Uni
    Seit April 2018 wurde mit dem Projekt Kinderuni begonnen. Dabei bietet ein Dozent oder eine Dozentin in Zusammenarbeit mit Kirche, Universität und Schule einmal monatlich für alle Kinder im Alter von 6 – 12 Jahren an einem Samstag eine kostenlose Vorlesung zu einem aktuellen Bildungsthema aus Politik, Medizin, Wirtschaft, Biologie u.v.m. an. Eingerahmt werden diese Vorlesungen von einer Andacht mit Bezügen zum Thema der Vorlesung, gehalten durch die Pastorin, Religionslehrer oder Religionslehrerinnen. Die Kinderunivorlesungen werden gemeinsam mit Schülerinnen, Schüler, Mitarbeitende und Eltern organisiert. Außerdem werden an den Veranstaltungen selbst kreierte Produkte zur Kinderuni (Radiergummis, Blöcke, Stifte, Rucksäcke usw.) verkauft. Die Einnahmen daraus fließen in ein soziales Projekt.

    Dr. Martha-Daniela Queren & Mareille Queren _ Ev. Schule Dettmannsdorf Kinder mit einem Fussball

  • 10

    Beratung & Förderung

    Projektstart im Lockdown: Mit starken Netzwerken durch die Corona-Zeit

    Was bedeutet es für die geplante Projektarbeit, wenn die Welt plötzlich ganz anders aussieht? Wie kann das gesetzte Ziel weiterhin erreicht werden – nur eben auf anderen Wegen? Welche Rolle spielen dabei Netzwerke? Mit diesen Fragen beschäftigt sich der von der Deutschen Fernsehlotterie veranstaltete Workshop, in dem auch der Nachbarschaftsladen Engeo der St. Liborius Kirchengemeinde Bremervörde seine Arbeit vorstellt. Das Projekt ist im Januar 2021 mitten im Lockdown gestartet und wird von der Stiftung Deutsches Hilfswerk aus Mitteln der Deutschen Fernsehlotterie mit 184.000 Euro gefördert. Neben Informationen zu Fördermöglichkeiten gibt es zudem gemeinsam mit den Workshop-Teilnehmenden einen Erfahrungsaustausch über das „Weitermachen“ trotz und nach Corona sowie über neue gesellschaftliche Probleme, die es anzupacken gilt.

    Felix Forberg _ Pressesprecher DHW
    Tobias Kanschick _ Referent Projektförderung DHW

    NACHBARSCHAFTSLADEN ENGEO, Bremervörde
    Der Nachbarschaftsladen ist ein offener Ort der Begegnung für Kinder und Familien. Er ermöglicht schwerpunktmäßig Hausaufgabenbetreuung, pädagogische Nachmittagsangebote und Vorort-Beratung in Erziehungsfragen und praktischen Fragen des Alltags – alles im Stadtteil Engeo und niedrigschwellig.
    nl-engeo.wir-e.de/aktuelles

    Pastor Stephan Dreytza _ Projektkoordinator
    Sabine Schneider _ Sozialarbeiterin

  • 11

    ENGAGEMENT & UNTERSTÜTZUNG

    Praktische Arbeit fördern und vernetzen

    Als Landeskirche sozialräumliche Arbeit fördern
    Die Idee zum gemeinsamen Handeln liegt dem Projekt DRIN (Dabei sein- Räume entdecken-Initiativ werden-Nachbarschaft leben) zu Grunde. Kirchengemeinden, Dekanate und regionale Diakonie hatten drei Jahre lang die Möglichkeit, gemeinsam mit anderen Akteuren Angebote zu entwickeln, um Menschen, die von Armut betroffen oder bedroht sind, zu ermutigen, initiativ zu werden und sich selbst zu helfen. In 28 Teilprojekten wurden niedrigschwellige Angebote entwickelt, die die soziale Infrastruktur stärken und das Miteinander fördern. Zum Ende des mit 3 Mio. € geförderten Projektes zeigt sich, dass sich Kommunen, Kirche und Diakonie als Partner begreifen und Gemeinwesenarbeit im besten Sinne leisten.
    drin-projekt.ekhn.de/startseite.html

    Pfarrerin i.R. Margarete Reinel & Pfarrer und Oberkirchenrat Christian Schwindt _ DRIN- Projekt der Ev. Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) und der Diakonie Hessen, Frankfurt am Main

    Unterwegs als Nachbarn. Ein Reisekoffer
    Wir: in einer immer stärker divergierenden Gesellschaft,
    Wir: in benachteiligten Quartieren und Villenvororten,
    Wir: Geimpfte und Nichtgeimpfte, Genesene und Infizierte,
    Wir: in Kirche und Diakonie,
    Wir: Querdenker:innen und Geradeaushoffende

    Brauchen wir ein neues „Wir“ im Rahmen dieser Herausforderungen? „Gemeinsam Lebensräume gestalten“ ist zugleich Anspruch und Ziel. Das Bild einer Reise, gut biblisch verortet, hilft dabei. Im Workshop wollen wir den „Reisekoffer. Unterwegs als Nachbarn“ vorstellen. Dieser „Werkzeugkoffer“ enthält Material, um in die Methoden einzuführen, für Theorie zu begeistern und Praxisbeispiele vorzustellen. Es wird gezeigt, was es für die Kooperation mit anderen Akteuren braucht. Und was Koproduktion mit dem Sozialraum und Ihnen macht.

    Pfarrer Uwe Seibel & Andreas Wiesner _ Diakonie Hessen und Fachstelle Zweite Lebenshälfte, Ev. Kirche von Kurhessen-Waldeck, Kassel

  • 12

    MITEINANDER & FÜREINANDER

    Bundesweit vernetzen

    Bundesnetzwerk „Gemeinwesendiakonie und Quartiersentwicklung“
    Das Bundesnetzwerk Gemeinwesendiakonie und Quartiersentwicklung stärkt den Ansatz der Gemeinwesendiakonie und Quartiersentwicklung als hilfefeld-übergreifenden und raumbezogenen Teil kirchlich-diakonischer Arbeit. Es ist ein bundesweites Bündnis von Menschen aus Kirche und Diakonie und nimmt folgende Aufgaben wahr:
    Förderung des Konzeptes der Gemeinwesendiakonie und der sozialen Quartiersentwicklung als strategische Aufgabe von und in Kirche & Diakonie Bündelung, Vernetzung und gegenseitige Stärkung der verschiedenen Akteure der Gemeinwesendiakonie und Quartiersentwicklung Austausch und Information Lobbyarbeit Initiierung von Fortbildung und Beratung
    gemeinwesendiakonie.de

    Jörg Stoffregen _ Sprecher des Bundesnetzwerkes, Hamburg

    Netzwerk: Soziales neu gestalten (SONG)
    Das Netzwerk SONG ist ein Zusammenschluss gemeinnütziger sozialer Träger. Die Mitglieder sind überzeugt, dass die sozialen Herausforderungen eine neue Kultur des Miteinanders im Quartier sowie sozialraumorientierte Dienstleistungen im Bürger-Profi-Technik-Mix erfordern. Sie wollen den Wandel durch gute Beispiele vorantreiben. Daher teilen sie ihre Praxiserfahrungen, entwickeln ihre Ansätze gemeinsam weiter und stellen die Ergebnisse der Allgemeinheit zur Verfügung. Das soll neues Handeln ganz praktisch erleichtern, aber auch das Umdenken aller Akteure im Sozialsystem anregen. Um die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf die neuen Aufgaben in der Sozialraum- und Netzwerkarbeit vorzubereiten und die Modellansätze zu verbreiten, werden darüber hinaus von SONG spezifische Schulungsmaßnahmen angeboten.
    netzwerk-song.de

    Dr. Gero Techtmann _ Geschäftsführer Netzwerk: Soziales neu gestalten (SONG) e.V., Meckenbeuren
    Jana Appel _ Samariterstiftung, Nürtingen

    Bundesarbeitsgemeinschaft Soziale Stadtentwicklung und Gemeinwesenarbeit (BAG)
    Die BAG ist ein Zusammenschluss von Organisationen sowie Netzwerken auf Landes- und Bundesebene und setzt sich für eine soziale Stadt- und Kommunalentwicklung ein. Die BAG trägt dazu bei, Teilhabe und Chancengerechtigkeit für alle zu verbessern und lokale Demokratie zu stärken. Sie möchte durch die Förderung der Gemeinwesenarbeit ermöglichen, dass Bewohner*innen ihre Wohn- und Lebensverhältnisse selbst gestalten und sozialverträglich verbessern können, um Armut und Ausgrenzung zu verringern. Die BAG erarbeitet fachpolitische Positionen auf der Grundlage von Praxiserfahrungen und wissenschaftlichen Erkenntnissen; bündelt die fachlichen Anliegen und Interessen von Landesnetzwerken und Initiativen und vertritt diese nach außen; organisiert regelmäßigen, themenbezogenen Austausch, fachliche Vernetzung; bietet praxisnahe Fort- und Weiterbildungsangebote gemeinsam mit Kooperationspartnern an und unterstützt die fachliche Kompetenz der Mitglieder u.a. durch die Diskussion und Weiterentwicklung von Qualitätsstandards der Gemeinwesenarbeit

    bagsozialestadtentwicklung.de/


    Uwe Lummitsch _ Vorstandsmitglied der Bundesarbeitsgemeinschaft Soziale Stadtentwicklung und Gemeinwesenarbeit (BAG), Dessau – Roßlau
    Barbara Rehbehn_ Vorstandsmitglied der Bundesarbeitsgemeinschaft Soziale Stadtentwicklung und Gemeinwesenarbeit (BAG), Dessau – Roßlau

  • 13

    KREATIVITÄT & WISSEN

    Bildungs- und Beratungsangebote

    Kompetenz für Gemeinwesenarbeit und Methoden der Sozialraumorientierung
    Die Bundesakademie für Kirche und Diakonie bietet interdisziplinäre und praxisorientierte Fort- und Weiterbildungen zu Gemeinwesenarbeit, wie z.B. integrativem Quartiermanagement, Grundlagen inklusiver Sozialraumarbeit und der Arbeit in migrantisch geprägten Quartieren. Der Input im Workshop legt den Schwerpunkt auf die Bedeutung der Zusammenarbeit mit Selbstorganisationen und der Vernetzung.
    ba-kd.de/programmangebot/praxisfelder

    Aninka Ebert _ Studienleiterin, Bundesakademie für Kirche und Diakonie (BAKD), Berlin

    Qualifiziert fürs Quartier
    „Quartier ist da, wo das Herz wohnt“ diese Erfahrung machen alle Teilnehmenden, in der von SONG e.V. (Netzwerk Soziales Neu Gestalten e.V.) entwickelten und erprobten Qualifizierung „Qualifiziert fürs Quartier“. Quartiersentwicklung geschieht nicht von allein, es braucht begeisterte Menschen, die die lokalen Prozesse und Entwicklungen fachlich und methodisch begleiten, aktivieren, initiieren oder moderieren können, die Netzwerke aufbauen und neue, passgenaue Dienstleistungen mit den Bürgern und Bürgerinnen partizipativ vor Ort entwickeln. Alle Teilnehmenden der Qualifizierung führen ein Praxisprojekt an ihrem jeweiligen Standort durch, begleitet und gecoacht von Fachexperten, einer Kursleitung und von kollegialer Beratung getragen.

    Ulrike Overkamp & Dr. Bettina Kruth _ SONG / Ev. Johanneswerk gGmbH, Bielefeld

  • 14

    DIALOG & ÖFFENTLICHER RAUM

    Zuhörend unterwegs – Impulse für die Arbeit von Kirchengemeinden und Nachbarschaftsprojekten

    Wie schaffen wir Dialogräume im öffentlichen Raum? Wie kann es gelingen, mit Menschen außerhalb der „eigenen Blase“ ins Gespräch zu kommen? Was ist ein gutes „Vehikel“ um über alles Mögliche – auch über Glauben, Vertrauen und Religion – reden zu können? Wie kann Menschen, außerhalb der Dominanzkultur, ein Raum gegeben werden, wo sie als Expert*in ihrer Lebenswelt sichtbar werden? Wie kommen wir ins Gespräch über strittige Themen und lernen, Vieldeutigkeit zuzulassen? Wie sind die Beteiligten auf die „Einsätze“ vorzubereiten, damit solche Gespräche längerfristig in Kirchengemeinden und diakonische Nachbarschaftseinrichtungen hineinstrahlen und damit Demokratie und Vielfalt – fördernd wirken können? Die hier vorgestellte Kooperation zeigt Perspektiven auf für praktische Zusammenarbeit von Kirchengemeinden, zivilgesellschaftlichen Partnern und diakonischen (Nachbarschafts)-Einrichtungen im gemeinsamen Interesse: Raum schaffen für solidarisches, respektvolles Miteinander in Vielfalt, Einübung in der Erweiterung der eigenen „Schmerzgrenze“ mit klarer Haltung sowie fairer Gesprächskultur bei unterschiedlichen Sichtweisen. ESTAruppin aus Neuruppin hat mit Expert*innen verschiedener Religionen ein Interaktives Zelt „Facetten des Glaubens“ (zunächst zur Extremismus-Prävention) erarbeitet und reichhaltige Erfahrungen mit der Präsenz auf Festen und Märkten im ländlichen Brandenburg
    estaruppin.de

    Christiane Schulz _ Pfarrerin, Projektentwicklerin und Geschäftsführerin ESTAruppin e.V., Neuruppin

    Welcome- Netzwerken im Kirchenkreis Lichtenberg-Oberspree bringt Diakonie und Kirchengemeinden anhand von konkreten Projekten ( z. B. mit dem Interaktiven Zelt „Facetten des Glaubens“) im Sozialraum zusammen und sorgt für eine entsprechende Vorbereitung, Vernetzung und „Nacharbeit“.
    sozdia.de/Dialoge-im-oeffentlichen-Raumestaruppin

    Hille Richers _ Projektkoordinatorin Welcome- Netzwerken im Kirchenkreis Lichtenberg-Oberspree der SozDia Stiftung, Berlin

  • 15

    INKLUSIV UND SOZIAL

    Bündnisse schließen – alle beteiligen

    Starkes Bündnis im Quartier: „Sozialraum-Trialog“ Das Quartier als Lebens- und Begegnungsraum wieder neu zu entdecken, ist eine Chance für Kirche und Diakonie, gemeinsam unterwegs zu sein. Das Projekt „Aufbruch Quartier“ der Diakonie Württemberg unterstützt und begleitet Kirchengemeinden, diakonische Dienste und Einrichtungen dabei, im sog. „Sozialraum-Trialog“ vor Ort eine Partnerschaft einzugehen. Sie bündeln ihre Ressourcen und ihr Fachwissen und werden so als Kirche und ihre Diakonie im Nah-Raum als starke Partner*innen wahrgenommen und wirksam. Auf Basis solcher neuen „Bündnisse“ werden die Kommune, Vereine, Kulturschaffende und weitere Partner*innen eingeladen oder man dockt sich an bereits laufende Quartiersentwicklungen an. Ziel ist der wirksame Einsatz von Kirche und Diakonie für ein gelingendes inklusives Leben der Menschen in den Quartieren.

    Kirchenrätin Eva-Maria Armbruster _ Vorstand Sozialpolitik, Diakonie Württemberg

    Eberhardsgemeinde Tübingen: Betroffene engagieren sich ehrenamtlich
    Was passiert im Sozialraum an Inklusion? Wie können sich Kirchengemeinden für Inklusion einsetzen? Die evangelische Eberhardsgemeinde in Tübingen engagiert sich seit vielen Jahren im Quartier. Im Angebot „Kirchencafé“ oder „Freitagsessen“ beteiligt sich eine bunte Mischung Ehrenamtlicher: von der Seniorin bis zum Arbeitssuchenden. Im Workshop werden Möglichkeiten und Schwierigkeiten eines inklusiven Beteiligungskonzeptes diskutiert.

    Thomas Mehlfeld _ Diakon, Ev. Eberhardsgemeinde Tübingen

 

16.45 Uhr

Das & 

Burkhard Plemper im Gespräch mit Dr. Steffen Merle und Dr. Ingolf Hübner

17.00 Uhr

Ende der Konferenztages

Hochhaus und tanzende Personen
& Zeichen

Samstag 4. September 2021

10.00 Uhr

Geistliche Besinnung

Bischöfin Beate Hofmann _ Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck, Kassel

10.15 Uhr

Von der Idee zur Strategie

Sozialraumorientierung zwischen Wissenschaft und Praxis

Prof. Dr. Johannes Eurich _ Diakoniewissenschaftliches Institut, Universität Heidelberg

Strategie in der Praxis

Drei Beispiele – ein Interview

Moderation

Dr. Petra Potz _ location³ – Wissenstransfer, Berlin

 

  • Landkreis

    Ann-Kathrin Habighorst _ Projekt Smart Country Side Kreis Lippe

  • Region

    Elisabeth Selter-Chow _ Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe, Düsseldorf

  • GROßSTADT

    Prof. Dr. theol. Christoph Sigrist _ Stiftung Urbane Diakonie, Gemeinsam füreinander im Quartier, Zürich

 

11.15 Uhr

Pause

Baum mittleres blau
Frau auf einer Bank

11.30 Uhr

VISION UND ZIELE

Sozialraumorientierung – Potentiale eines Paradigmas

Dr. Maria Lüttringhaus _ Institut für Sozialraumorientierung, Quartier- und Case Management, Essen

11.45 Uhr

Sozialraum Kreativ

Parallele Workshops

  • 1

    Dynamik erzeugen – Pioniere voran!

    Aus der ekklesiologischen Embryonalhaltung raus ins Weite! Wie erzeuge ich Haltung, Öffnung, Aufbruch?

    Pioniere voran!

  • 2

    Das Chaos steuern – Leitung von Explorationen

    Wenn die Anfangsdynamik verpufft: Wie verstetigt man Dynamik, steuert Chaos, kanalisiert Kommunikation?

    Leitungskompetenz gefragt!

  • 3

    Mitreden – Mitgestalten: Ehrenamt einbinden

    Ohne Ehrenamt geht nichts. Aber bestimmen tun andere? Das kann in Kirche und Diakonie auf Dauer nicht gutgehen. Im Sozialraum treffen Ehrenamtliche mit unterschiedlichsten Kulturen und Hintergründen aufeinander.

    Motivation und Moderation.

  • 4

    Smart City

    Neuer Wein in alten Schläuchen? Konzepte des Miteinanders in einer smarten City. Abgestimmt, digital, entwickelt – Menschen mit auf den Weg nehmen, Bedarfe klären, Prozesse steuern.

    Wie könnte ein Sozialraum „smarter“ werden?

  • 5

    Blick hinter die Kulissen

    Vom Sprachunterricht bis zum Modellflugzeubau und Kleingärtnern. Hobbys nutzen, vernetzen, einander etwas zeigen, beitragen. Möglichkeiten des Miteinanders generieren. Auch unter Pandemiebedingungen.

    Jeder kanns!

  • 6

    Inklusiver Sozialraum

    Wenn inklusive Chancengleichheit zum Paradigma wird und wenige alles verändern: Wie sich Prozesse verändern, Ziele klären, Perspektiven umkehren – Inklusion verändert nicht die, die Dazukommen, sondern die, die schon da waren. Anders.

  • 7

    Interkulturalität und Sozialraum

    Gesellschaftliche Pluralität – im Sozialraum wird sie erfahrbar. Und kann gestaltet werden. Gibt es noch sowas wie eine Einheit in Vielfalt? Wie hält man den Laden zusammen? Und: muss man das wirklich? Wie Interkulturalität Monokulturen bereichert …

  • 8

    Nachhaltig Sozialraum gestalten

    Nachhaltigkeit ist ein Querschnittsthema durch alle Lebens- und Handlungsbereiche. Wie wir andere dafür begeistern, in ihrem Umfeld die Umwelt mitzudenken.

    Von Initiativen und guten Ideen.

  • 9

    Perspektiven des Pflegemarktes im Sozialraum

    Pflege und Versorgung fordern die Solidarität des Sozialraumes heraus. Ganztagsbetreuung. Grauer Pflegemarkt. Pflegende Angehörige organisieren Entlastung.

    Über Möglichkeiten und grenzwertige Erfahrungen.

  • 10

    Lebens(t)räume gestalten

    Alternative Raumkonzepte, Umnutzung nicht mehr benötigter Gemeindehäuser, neue Orte entdecken, einladend gestalten, Ressourcen vor Ort heben.

    Mit den richtigen Ideen aus den Puschen kommen.

  • 11

    KiTas als Netzwerkknoten im Sozialraum

    Hier kommen täglich 120 Familien an einen Ort. Da bleiben ne Menge Möglichkeiten ungenutzt. Wie Kirchengemeinden ihre KiTas zum Mittelpunkt von Sozialraumarbeit machen.

    Ideen nicht nur für Pädagog:innen.

  • 12

    Finanzen

    War zahlt bestimmt. Wenn keiner bezahlt, passiert bestimmt nix. Fundraising im Sozialraum, Möglichkeiten schaffen, Ideen und Marketing … Nichts ist unmöglich. Entdecke die Möglichkeiten!

  • 13

    Mobilitätskonzepte

    Nicht nur auf dem Land: Bürgerbusse, Car-Sharing, Nachbarschaftstaxi, Mitbringdienste usw. Nachhaltige Verkehrskonzepte fangen bei den eigenen Routinen an. Was, wenn man Menschen nur zwischen Haustür und Autotür erreicht?

    Ideen und Konzepte gefragt!

  • 14

    Von Kirchtürmen und Grenzgängern

    Wenn Sozialräume „Grenzen“ überwinden und Zuständigkeiten nicht mehr passen. Strukturelle Hindernisse überwinden und Übergänge herstellen. Institutionen in Netzwerke einbinden, Logiken herausfordern und verändern.

    Dickes Brett. Langer Atem.

  • 15

    Von Säulen und Querdenkern

    Funktionale Differenzierung. Wenn das Ganze in vielen Teilen, in Zuständigkeiten und Spezialisierung versäult ist, hat am Ende keiner mehr das „Ganze“ im Blick. „Das Teil und das Ganze“ ist der Schlüssel zur Integration und Motivation. Teil von etwas Größerem sein ist dessen religiöse Dimension.

    Der Sozialraum als „theologische“ Größe – eine spirituelle Ortsbegehung.

12.45 Uhr

Diakonische Kirche mit Zukunft

Impulse für Kirche und Diakonie vor Ort
u.a. mit Anna-Nicole Heinrich, Präses der Synode der EKD

13.00 Uhr

Verheißung und Segen
Bischöfin Kirsten Fehrs _ Sprengel Hamburg und Lübeck der Ev.-luth. Kirche in Norddeutschland

Frau unter einer Laterne mit einem Hund

Grußwort

Liebe Kongressteilnehmerinnen und -teilnehmer,
die Pandemie führt uns vor Augen, dass unsere Gesellschaft nur dann funktioniert, wenn sie von einem solidarischen Miteinander geprägt ist. Hierfür kann sozialräumliche Arbeit ein wichtiger Antriebsmotor sein.
Ich hoffe, der WIR&HIER-Kongress ermöglicht es Ihnen, weitere Potenziale Ihres Sozialraums zu erkennen, Handlungsfelder auszubauen und vor allem: Wege zu finden, um den Menschen das Leben mit und nach der Pandemie zu erleichtern.
Ziel sozialräumlicher Arbeit ist es, die Lebensbedingungen der im Sozialraum lebenden Menschen zu verbessern. Dafür gibt es kein Patentrezept, denn jeder Stadtteil, jede Dorfgemeinschaft, jede Nachbarschaft ist einzigartig. Das sehen wir auch in den vielfältigen Projekten, die wir als Soziallotterie dank des Einsatzes unserer Mitspielerinnen und Mitspieler ermöglichen können. Allein im vergangenen Jahr hat die Deutsche Fernsehlotterie über die Stiftung Deutsches Hilfswerk 77 Diakonie-Projekte mit 8,4 Millionen Euro gefördert. Insgesamt konnten wir bundesweit 315 soziale Projekte gemeinnütziger Organisationen mit 42,4 Millionen Euro unterstützen – jedes vierte Projekt zählt zu unserem Förderschwerpunkt Quartiersentwicklung.
Die Deutsche Fernsehlotterie unterstützt den WIR&HIER-Kongress, weil sozialraumorientierte Projekte viel bewirken können. Sie sind vernetzt mit anderen Akteuren, bringen Menschen zusammen, aktivieren bürgerschaftliches Engagement, schaffen Raum für neue Ideen und Innovationen und stärken das solidarische Miteinander. Wie Nachbarschaft lebt auch der WIR&HIER-Kongress von Begegnung, Vernetzung, Austausch und Kreativität.
Wir freuen uns, mit Ihnen ins Gespräch zu kommen!

Christian Kipper
Geschäftsführer der Deutschen Fernsehlotterie
und der Stiftung Deutsches Hilfswerk